Was sind IGeL-Leistungen?

IGeL ist die Abkürzung für "Individuelle Gesundheitsleistungen". Diese bezeichnen ärztliche Leistungen, die außerhalb der Erstattung der Gesetzlichen Krankenkassen (GKV) liegen.
Das Sozialgesetzbuch V bestimmt, dass Leistungen "notwendig, zweckmäßig, wirtschaftlich und ausreichend" sein müssen. Leistungen oder Verfahren, die über das Maß des notwendigen und ausreichenden hinausgehen, dürfen nicht erstattet werden.
Ärzte rechnen mit den Krankenkassen nach dem "Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM)" ab. Leistungen, die dort nicht erwähnt werden, dürfen bzw. können demzufolge auch nicht abgerechnet werden.

Das Problem ist nun, das es eine schnelle Weiterentwicklung von medizinischer Diagnostik und Therapie gibt, die zwar dem Patienten hilft, aber nicht oder noch nicht im EBM abgebildet ist, demzufolge auch nicht erstattet werden darf.
Ein weiteres Problem sind natürlich die begrenzten finanziellen Mittel der Krankenkassen. Wollten die gesetzlichen Krankenkassen alle medizinisch sinnvollen Errungenschaften bezahlen, würde das den Beitragssatz erheblich in die Höhe treiben.

Um dennoch ein medizinisch hohes Niveau zu gewährleisten, sind deshalb die Individuellen Gesundheitsleistungen eingeführt worden. Sie ergänzen das Angebot der Gesetzlichen Krankenversicherung und bieten ein Versorgungsniveau, wie sonst nur bei der privaten Krankenversicherung.

Dr. med. Goldammer verpflichtet sich, nur solche IGeL - Leistungen anzubieten, die medizinisch sinnvoll sind und für seine Patienten eine bestmögliche Diagnostik und Therapie gewährleisten.