Elektrophysiologische Untersuchungen (ERG / VEP)

ERG (Eletroretinogramm)

Ähnlich einem EKG oder EEG wird bei dieser Untersuchungsmethode die Funktionstüchtigkeit aller Netzhautschichten untersucht.
Es handelt sich hierbei um eine wichtige Untersuchung zur Früherkennung von Netzhautfunktionsstörungen bzw. -schäden, die z.B. durch Überdosierung bestimmter Medikamente auftreten können. Auch degenerative Netzhauterkrankungen (Retinitis pigmentosa, diabetische Retinopathie) können hiermit frühestmöglich diagnostiziert werden. Auch als Frühindikator für Glaukomschäden kann das ERG ein wichtiges Hilfsmittel sein.

 

Zur Erhöhung der Untersuchungsgenauigkeit und zur besseren Ausleuchtung der Netzhaut ist für diese Untersuchung eine medikamentöse Pupillenerweiterung erforderlich.

 

VEP (Visuell evozierte Potentiale)

Durch die Reizung der Netzhaut mit Hilfe optischer Signale entsteht ein elektrisches Potential, dass über den Sehnerv und die Sehstrahlung in die Sehrinde des Okzipitalhirns übermittelt wird.
Mit Hilfe des VEP wird die Leitungsgeschwindigkeit und die Amplitude des Signals gemessen.
Mit dieser Methode erhält man Aussagen über den Zustand des Sehnerven und der gesamten Sehbahn. Dies ist besonders bei Entzündungen des Sehnerven von Bedeutung. Auch beim Glaukom hat die Beurteilung des VEP eine große Bedeutung als eines der wesentlichen "Frühwarnsysteme".

 

Damit das Untersuchungsmuster gut erkannt werden kann, wird die Messung der visuell evozierten Potentiale mit normalen, nicht weitgetropften Pupillen durchgeführt.